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Kunst & Kultur

17.Jun 2014

SPÖ Klubenquete "Zentral.Lokal. Kunst und Kultur in den Regionen" 17.06.2014

Wie überall in Europa leidet auch die österreichische Kulturlandschaft unter einem gewissen Zentralismus. Besonders in den ländlichen Regionen ist der Zugang zu zeitgenössischer Kunst und Kultur oft schwierig. Das führt zu Unterschieden in der Verteilung des kulturellen Angebots und letztlich zu Abwanderungstendenzen der Kulturschaffenden. Ein dichtes kulturelles Angebot hebt die Lebensqualität und trägt massiv zur Attraktivität einer Region bei. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass wir dieses wichtige Thema im Parlament mit namhaften Expertinnen und Experten diskutieren konnten.

Maren Richter, die künstlerische Leiterin der "regionale12", informierte über die Wirkung von Gegenwartskunst und -kultur vor Ort. Oliver Scheytt, Präsident der deutschen kulturpolitischen Gesellschaft, spach über aktivierende Kulturpolitik und die Entfaltung regionaler Kultur. Am Nachmittag fand dann eine Podiumsdiskussion mit Kulturminister Josef Ostermayer statt. In mehreren Workshops wurden auch konkrete Initiativen vorgestellt. Unter anderem diskutierten Richard Schachinger (Kupf) über Jugendkultur in den Regionen, Lukas Marsoner (39NULL) über Freie Medien und Ula Schneider (Soho in Ottakring) über das Thema "Dezentral in der Stadt.


Wie ihr ja wisst, komme ich selbst aus dem Bezirk Liezen und weiß daher, wie wichtig lokale Kulturinitiativen, Freie Radios und Medien und regionale Festivals für den sozialen Zusammenhalt und das Verhindern der Landflucht sind.

Ich bin der Meinung, dass besonders junge Menschen Kultur abseits kommerzieller Angebote benötigen. Sie brauchen Anregungen und Möglichkeiten zum Experiment jenseits von passivem Konsum. Kulturarbeit bietet genau diese Freiräume an. Sie fördert den sozialen Zusammenhalt in einer Gemeinde. Es ist genau die Mischung aus ehrenamtlichem Engagement und professioneller Kulturarbeit - die auch entsprechend bezahlt sein soll -, die diese Initiativen auszeichnet.

Ziel der Enquete war es, neue Wege und Perspektiven für die dezentrale Kulturarbeit zu diskutieren.