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Kunst & Kultur

04.Apr 2017

Das war das 1. HAWLICEK SYMPOSIUM zum Thema "Kulturförderung ist demokratiepolitische Pflicht"

Mehr Infos und Details entnehmen Sie bitte aus meiner Presseaussendung:

http://www.hakel.at/downloads/OTS_20170405_OTS0046.pdf


In der Amtszeit von Kulturministerin Dr. Hilde Hawlicek wurde 1988 das Kunstförderungsgesetz beschlossen. Dadurch wurde die Verantwortung des Staates für die Kunstförderung festgelegt und rechtlich verankert. Die gesellschaftlichen Aufbrüche der späten sechziger Jahre hatten auch die Kulturpolitik geprägt und fanden somit Einzug in die Kunstförderung. Im Zentrum standen Viel- falt, Demokratisierung, Offenheit und die Förderung auch kontroversieller künstlerischer Zugänge. Inzwischen hat die Kulturförderung ihre "Selbstverständlichkeit" zumindest teilweise verloren. In einer Zeit von Sparzwang, Rationalisierung und Entpolitisierung steht auch die Kulturförderung verstärkt unter Rechtfertigungsdruck. Daher ist es höchste Zeit zu analysieren und zu diskutieren, wie dieser kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung begegnet werden kann.

Programm

durch Abg. z. NR Elisabeth Hakel
SPÖ-Kultursprecherin & Präsidentin Österreichische Gesellschaft für Kulturpolitik

Abg. z. NR Josef Cap
stv. Klubobmann SPÖ-Parlamentsklub

17:10 Impulsreferate
Kunst- und Kulturpolitik als
Fortsetzung der Sozialpolitik

Charly Blecha
Bundesminister a.D. & Präsident
des Pensionistenverbandes Österreichs

Freiheit der Kunst - mission completed?
Susanne Moser
Komische Oper Berlin, geschäftsführende Direktorin

Sparzwänge, Entpolitisierung & Co contra Kulturförderung
Abg. z. NR Elisabeth Hakel

17:45 Panel 1
KULTURPOLITIK im Aufwind
Podiumsdiskussion
Moderation: Fritz Wendl (Journalist)

Hilde Hawlicek
Bundesministerin a.D. für Unterricht, Sport und Kultur Vize-Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik Mitglied des europäischen Parlaments a.D.

Kurt Flecker
Präsident der Steirischen Gesellschaft für Kulturpolitik

Armin Thurnher
Herausgeber & Chefredakteur des Falter

Charly Blecha

18:45 Panel 2
KULTURPOLITIK im Gegenwind
Podiumsdiskussion
Moderation: Michael Wimmer (EDUCULT) Susanne Moser

Jürgen Weishäupl
Kulturmanager

Lena Wicke-Angenheyster alias MONSTERFRAU
Performance-Künstlerin

Abg. z. NR Elisabeth Hakel

19:50 Geburtstags-Feierlichkeite n

Grussbotschaften

Olaf Schwencke
Kulturpolitische Gesellschaft Deutschland

Josef Kirchberger
Geschäftsführer ART for ART
Vize-Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik


Musikalische Umrahmung
DJane Colette

Impulsreferate
Kunst- und Kulturpolitik als Fortsetzung der Sozialpolitik

Die Definition der Kunstförderung als Bundesangelegenheit sicherte zahlreichen Kulturschaffenden die Existenz. Damals wie heute spiegeln Kunst und Kulturpolitik den gesellschaftlichen Zeitgeist - nur unter sich ändernden Vorzeichen und Rahmenbedingungen.

Freiheit der Kunst - mission completed?

Die gesetzliche Garantie des freien künstlerischen Ausdrucks als großartige Errungenschaft der 1980er Jahre dient als Fundament des Kunstschaffens in Österreich. Doch was vormals als gesellschaftliche und ästhetische Provokation für Aufregung sorgte, konnte sich etablieren und gehört heute vielfach zum breit akzeptierten Kunstkanon. Hat die staatliche Kunst- und Kultursicherung also ihr Ziel erreicht und damit ausgedient? Wo sind die Möglichkeiten, Aufgaben und Grenzen einer zeitgemäßen Kulturpolitik?

Sparzwänge, Entpolitisierung & Co contra Kulturförderung

Budgetprobleme, Entdemokratisierung und abnehmendes gesamtgesellschaftliches Interesse - auch Kultur- schaffender - machen es nicht nur Rechtspopulisten leicht, die Kulturförderung in Frage zu stellen.

PANELS

Kulturpolitik im Aufwind
In ihrer Amtszeit als Bundesministerin 1987-1990 gelang es Hilde Hawlicek, ein umfassendes System der staatlichen Kunst- und Kulturförderung einzurichten. Wie "Kultur für alle" zu einer breit akzeptierten Zielvorstellung wurde und was davon geblieben ist.

Kulturpolitik im Gegenwind
Privatisierung, Digitalisierung und Mediatisierung, Migration, wachsende gesellschaftliche Ungleichheit oder politische Polarisierung - eine Vielfalt neuer Herausforderungen verlangt nach neuen Antworten - auch in der Kulturpolitik.