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Kunst & Kultur

20.Oct 2014

Ausstellung: "231. Das Kunstprojekt" von Claudia Nebel

Die künstlerische Arbeit meiner Freundin Claudia Nebel verfolge - und teilweise begleite ich sie auch - schon seit Jahren. Die Arbeiten waren immer mit Inhalt gefüllt, in den letzten Jahren sind die Inhalte aber vor allem gesellschaftspolitischer geworden. Die Themen feministischer. Nebel hat die Frau, das Frauenbild, das Rollenbild der Frau ins Zentrum ihrer Arbeit gerückt und beschäftigt sich mit der Tatsache, dass die Frau historisch und gegenwärtig viel stärker den gesellschaftlichen Normierungen unterworfen ist. Auch das Projekt 231 setzt sich wieder mit dem Frauenbild auseinander.

'PROSTITUTION.VERSCHLEIERUNG.BARBIE-PUPPEN AM KREUZ.' - das fasst es am besten zusammen. In diesem Projekt nimmt Nebel die gesellschaftlichen und religiösen Bilder der Frau auf recht drastische Art und Weise auseinander. Dabei scheut sie keine Tabubrüche, um gesellschaftliche Unterdrückungsmechanismen sichtbar zu machen. Die Barbie ist die von übersteigerten Erwartungshaltungen körperlich entstellte Kindfrau, die kleine Mädchen kulturelle Codes einer patriarchalen Konsumkultur einübt. Claudia Nebel zeigt die Barbie in Form des gequälten Körpers der Frau am Kreuz, in Bandagen gezwängt, als unfreiwillige Frau, mit aufgeschlitzter Haut, mit Blumen bedeckt, wie am Totenbett oder auch bereit in verschiedenen Körperhaltungen zur erzwungenen Hingabe. Es geht Claudia Nebel in diesem Projekt darum, die Frau in der monotheistischen Religion vor allem aus dem Blickwinkel der männlichen Perspektive betrachtet zu zeigen. Es geht ihr darum die Geschichte der jahrhundertelangen Unterdrückung und Unterordnung sichtbar und spürbar zu machen!