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Parlamentarische Aktivitäten

19.May 2014

Runder Tisch "Österreich.Musik.Zukunft" im Parlament

Im Mai habe ich Musikschaffende und Vertreter der Musikwirtschaft zu einem Runden Tisch "Österreich.Musik.Zukunft" ins Parlament eingeladen, um zu diskutieren, wie der ORF stärker für die Förderung österreichischer Musik in die Pflicht genommen werden kann. Anlass dafür war, dass der ORF seinem Auftrag, österreichische künstlerische und kreative Produktionen angemessen zu berücksichtigen, ungenügend nachkommt. Gemeinsam haben wir dann Forderungen an den öffentlich-rechtlichen Sender formuliert...

An dem Runden Tisch teilgenommen haben: Thomas Rabitsch, Birgit Denk, Samuel Fischer, Walter Gröbchen, Georg Tomandl, Mario Rossori, Lukas Plöchl, Harry Fuchs, Hanibal Scheutz, Peter Paul Skrepek, Peter Vieweger, David Bronner, Hannes Eder und Alexander Hirschenhauser.

Unsere Forderungen im Wortlaut:

" Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des "Rundes Tisches" stellen fest, dass der ORF durch die Nicht-Repräsentanz österreichischer Musik vor allem in Ö3, Radio Wien und im Fernsehen einen ganzen Wirtschaftszweig gefährdet und so die Entwicklung der kulturellen Vielfalt in Österreich behindert. Darüber hinaus ist es Aufgabe des ORF, einen wesentlichen Beitrag zur österreichischen Identität zu leisten und österreichische Eigenarten als Chance und nicht als Hindernis zu sehen. Sie stellen daher folgende Forderungen:

1.) WERTSCHÄTZUNG

Der ORF hat als öffentlich-rechtlicher Rundfunk, welcher über Gebühren finanziert wird, die Aufgabe, den österreichischen Musikschaffenden mit Wertschätzung entgegen zu treten und österreichische Musik angemessen zu präsentieren.

2.) SELBSTVERPFLICHTUNG

Die bis Ende 2014 geltende Musikcharta, die vom ORF und den Musikschaffenden unterzeichnet wurde, ist in jedem Fall einzuhalten. Die Zahlen zeigen, dass die Vereinbarung bisher nicht eingehalten wurde. Für den Fall einer Nicht-Einhaltung sind Konsequenzen vorzusehen.

3.) QUOTE

Nachdem die Selbstverpflichtung bisher nachweisbar gescheitert ist, braucht es eine verbindliche Quotenregelung in der Höhe des europäischen Durchschnitts von 40 Prozent heimischer Produktionen.

4.) KULTUR- UND BILDUNGSAUFTRAG

Der ORF muss seinen Kultur- und Bildungsauftrag in jedem einzelnen seiner Sender nachkommen. Die Programmhoheit insbesondere für Ö3 muss beim Sender selbst liegen und die Programmierung durch RedakteurInnen bei Ö3 erfolgen."

Download der Presseaussendung zum Runden Tisch: http://www.hakel.at/downloads/19_05_2014_Hakel%20fordert%20Einhaltung%20des%20bestehenden%20ORF-Kultur-%20und%20Bildungsauftrages.pdf